Landschaftslauschen

Eine Selbsterfahrungsreise in die Wildnis Südnorwegens

27.08.-06.09.2024

Welche Formen

warten als Samen in dir,

um zu gedeihen

und vor dem zukünftigen Himmel

seine Zweige auszubreiten?

(David Whyte)

Welche Formen warten in uns darauf, in dieser Welt zu gedeihen? Eine Welt, die dringend Menschen braucht, die neue "Formen" ins Leben bringen. Der Aufenthalt in der "Wildnis" bringt eine physische und psychische Distanz zu den sozialen Normen unserer Umwelt mit sich. Die Besinnung auf unsere Verbindung zur natürlichen Welt kann neue Blickwinkel darauf ermöglichen, wer wir sind und was den eigenen Platz im größeren Netz des Lebens ausmacht.

 

Auf dieser Selbsterfahrungsreise gestalten wir Räume dafür, sich selbst in der Tiefe zu begegnen und stille Sehnsüchte und Verletzlichkeiten zu erkunden. Methodisch orientieren wir uns dafür an den intuitiven Natur-Schwellengängen aus der Visionssuche-Arbeit (School of Lost Borders / Bill Plotkin, Animas Valley Institute) und Übungen aus der Tiefenökologie (Joanna Macy's "Work That Reconnects"). Es wird dabei auch Raum dafür geben, sich mit den ganz persönlichen gesellschaftlichen Prägungen und damit einhergehenden Privilegien auseinanderzusetzen. Bei den Seminarinhalten ist uns ein bewusster Blick auf das Thema "kulturelle Aneignung"1 wichtig. Wie auch schon letztes Jahr wird der Selbsterfahrungsprozess immer wieder durch eine professionelle musikalische Begleitung unterstützt. Auf der Gitarre begleitete Lieder mit wenig Text ("Circle Songs") geben immer wieder Impulse und können z.B. dabei helfen, Kopf und Herz gut miteinander zu verbinden (mitsingen ist erlaubt, aber nicht verpflichtend!;-)).

 

Wir werden auf dieser Reise fast ausschließlich draußen sein - mit Übernachtungen im Tipi, in Gapahuks (einfachen Holzunterständen), unter Tarps (zur Seite offenen Zelten) oder unter dem klaren Sternenhimmel. Wir werden über dem Feuer kochen und eine längere Strecke von 3-4 Stunden mit schwerem Gepäck unterwegs sein. Wir möchten eine Gemeinschaft auf Zeit bilden, was uns bewegt miteinander teilen und wir werden auch ganz praktisch aufeinander angewiesen sein.

Inhalte:

  • Einführung in das Leben in freier Wildnis: Feuermachen, Kochen am Lagerfeuer (bio & vegan), Einführung in Karte & Kompass

  • Achtsamkeit in der Natur
  • Naturbasierte Prozessbegleitung
  • Schwellengänge / intuitive Naturgänge
  • Tiefenökologie / Work That Reconnects (Joanna Macy)
  • Arbeit mit Lebensrädern (Medizinrad, etc.)

Naturplätze:

2 Tage im Friluftslivpark Helleviga

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7 Tage in der Åseral-Region bei Bortelid

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Teilnehmende:

Um die Gruppengröße überschaubar zu halten und genügend Raum für individuelle Selbsterfahrungsprozesse zu haben, möchten wir maximal 13 Teilnehmende mitnehmen. Es sind keine bestimmten Vorerfahrungen nötig, aber du brauchst genügend Ausdauer für je eine 3-4 Stunden Wanderung mit schwerem Rucksack in die Wildnis hinein und wieder hinaus. Wichtig ist uns eine Offenheit, sich in innere Prozesse zu begeben sowie die Bereitschaft, bei den Prozessen anderer dabeizusein.

Was du sonst noch so brauchst:

  • Ein Wanderrucksack (mind. 60 Liter groß)
  • Isomatte und Schlafsack (mind. 0°C Komfort)
  • Morgens und früh am Abend kochen wir gemeinsam. Falls du zwischendurch auch etwas essen willst, eignen sich z.B. Nüsse, Trockenfrüchte, Tofu, Brot...
  • Bei der Anmeldung bekommst du noch eine detailliertere Ausrüstungsliste :-)

An- und Abreise:

Hinreise: Mi., 30.08.23 um 04.00 Uhr am Institut für Bewegungswissenschaft der Uni Hamburg (Turmweg 2, 20148 Hamburg).

Mit Bus und Fähre reisen wir von Hamburg über Hirtshals und Kristiansand. Dabei teilen wir uns einen Reisebuss mit einer Studierenden-Exkursion (weil finanzielle Kosten und CO2-Emissionen mit dieser gemeinsamen Anreise gering sind).
Rückreise:
Sa., 09.09.23 um ca. 02.00 Uhr nachts kommen wir wieder in Hamburg am Institut für Bewegungswissenschaft an (Turmweg 2).

Da es schwierig sein kann, zu den nächtlichen Abfahrts- und Ankunftszeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hamburg zu kommen, ist bei Bedarf eine Übernachtung in der Uni möglich (Isomatte und Schlafsack haben wir ja sowieso dabei :-))

CO2:

Den bei der Reise anfallenden CO2-Ausstoss von ca. 40-45 kg pro Person 'kompensieren' wir mit einer Spende an „Rettet die Naturvölker e.V.“ Der Verein schützt das Leben indigener Naturvölker, vornehmlich indem er die Wälder und Wildnisgebiete erwirbt, welche  den Lebensraum dieser Völker darstellen. (Wir setzten dabei einen CO2-Preis von mind. 200 € pro Tonne CO2 an. Dieser Wert wird vom Umweltbundesamt empfohlen und ist fast 10x so hoch wie z.B. eine CO2-Kompensation bei Atmosfair oder ähnlichen Organisationen.)

Begleiter*innen:

Bijan Ghaffari-Tabrizi
...Ist fasziniert von Vogelgesängen, Fahrradfahren und menschlicher Gemeinschaft. Schätzt die mystische Tiefe der menschlichen Psyche und die Weisheit von Meditation oder Gedichten. Möchte mit innerer Heilungs- und Verbindungsarbeit an den Wurzeln ansetzen, um den gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesunden planetaren Ökosystem mitzugestalten.
Leitet seit 2015 Selbsterfahrungsreisen in die wilde Natur Südnorwegens. Weiterbildungen in Visionssucheleitung (School of Lost Borders), Wildnispädagogik, Joanna Macy‘s „Work that Reconnects“, Gewaltfreier Kommunikation und in Ausbildung als Gestalttherapeut.

Elena Wendler
...Liebt die Vielfalt und Lebendigkeit der Natur. Ist fasziniert von menschlichen Lebenswegen und den kreativen Lösungen der Seele. Setzt sich ein für Soziale Gerechtigkeit und Demut vor dem Leben. Befindet sich in fortgeschrittener Ausbildung zur Tiefenpsychologischen Psychotherapeutin, und ist durch Seminare im Bereich Radical Natureconnection, Wildnispädagogik, Nachhaltigem Aktivismus, Gewaltfreier Kommunikation, Yoga, Achtsamkeit und Vipasssana geprägt.

Bijan & Elena
...sind enge Freunde und schätzen das gemeinsame Engagement für einen gesellschaftlichen Wandel. Ob in Form von Zivilem Ungehorsam, Selbsterfahrungsreisen oder einer Übungsgruppe für Gewaltfreie Kommunikation.

Kosten:

Da der Zugang zu Geld stark mit Privilegien zusammen hängt, haben wir uns für eine Preisstaffelung entschieden, um die Teilnahme möglichst unterschiedlichen Menschen zu ermöglichen. Es geht uns auch darum, dass Menschen finanziell solidarisch miteinander sein und auf diese Weise zu einer enkeltauglichen und sozial gerechten Welt beitragen können. Denn der Zugang zu gut bezahlten Jobs ist für Menschen, die z.B. von Rassismus und/oder Klassismus betroffen sind, noch immer erschwert. Auch andere Gründe wie krankheitsbedingte Leistungseinschränkungen, alleinerziehende Elternschaft oder das Pflegen von Angehörigen können Menschen in prekäre Situationen bringen, die oft vom Sozialsystem nicht ausreichend aufgefangen werden. Wir sind dankbar, falls du mehr als den regulären Beitrag geben kannst ("Huckepack") - damit unterstützt du ausschließlich andere Teilnehmende, die den regulären Betrag nicht gut zahlen können. Gleichzeitig sind wir froh, wenn du bei Bedarf den ermäßigten Betrag wählst. Falls dieser für dich schwierig zu finanzieren ist, du aber sehr gern dabei wärst, würden wir uns über eine Nachricht freuen und sind im Einzelfall bereit, den Betrag weiter zu reduzieren.

Ermäßigt:

 

Reise- und Platzkosten (Fähre & Busse, Naturpark): 300,-

Verpflegung (bio & vegan): 100,-
Seminarbeitrag: 450,-
Gesamtsumme: 850,-

Regulär:

 

Reise- und Platzkosten (Fähre & Busse, Naturpark): 300,-

Verpflegung (bio & vegan): 100,-
Seminarbeitrag: 600,-

Gesamtsumme: 1.000,-

Huckepack:

 

Reise- und Platzkosten (Fähre & Busse, Naturpark): 300,-

Verpflegung (bio & vegan): 100,-
Seminarbeitrag: 750,-

Gesamtsumme: 1.150,-


Anmeldung:

Über den folgenden Link kannst du dich für dieses Seminar anmelden:
Anmelde-Link

 

Die Anmeldung wird erst mit der Zahlung der Reise- und Platzkosten und einer Anzahlung von 200 € vom Seminarbeitrag verbindlich. Bei einer Stornierung kürzer als 4 Wochen vor Reisebeginn, würden wir den vollen Seminarbeitrag berechnen, weil sich so kurzfristig erfahrungsgemäß der Platz nicht neu besetzen lässt.

 

Im Vorfeld der Reise wird es ein online Kennenlerntreffen geben. Den Termin geben wir mind. einen Monat vorher bekannt. Die Zugangsdaten erhältst du nach der Anmeldung.

 

Falls du noch weitere Fragen hast, schreib' uns sehr gerne eine Email an: kontakt@re-natur.org

1. "Kulturelle Aneignung" bezeichnet die Übernahme kultureller Elemente von einer unterdrückten durch eine dominante Kultur. Diese Praxis findet sich z.B. wieder, wenn westliche Kulturen Elemente aus indigenen Kulturen übernimmt. Wikipedia-Artikel zu kultureller Aneignung. Siehe im Kontext Naturverbindung und Spiritualität auch Pegi Eyers Buch Ancient Spirit Rising. Oder: Interview mit Pegi Eyers auf Spotify.